Sofia Bempeza & Annette Krauss (Leitung)
The lynx’s tail is scratching the love pan.
Posthumous creature is silent.
Just follow its gestures,
plant the words in your mouth,
shallow all big theories,
salivate your food,
learn how to chew.
Your sweat is a memory.
Your production is cursed.
Nothing is broken, except linearity.
Unruly parts are not b-r-o-k-e-n.
Tiny parts are broken, but no more comparisons.
No bodyguards,
just bodies defending dirty words,
engine fluids,
and water.
Sofia Bempeza
Keine Bildung und Kunst ohne Streben nach sozialer Gerechtigkeit.
Diesem Erbe sehe ich mich verpflichtet.
Annette Krauss
Das KKP Studium verbindet künstlerische mit wissenschaftlichen und kunstpädagogischen Praktiken, um Möglichkeiten für Differenzerfahrungen* innerhalb von Lehr- und Lernprozessen zu schaffen. Der Fokus liegt einerseits auf der Entwicklung von eigenen und gemeinschaftlichen künstlerischem/edukativem Arbeiten. Andererseits geht es um die Reflexion über die sozialpolitischen Bedingungen, in denen künstlerische/edukative Projekte stattfinden, wie diese produziert und verortet werden. Die Studierenden werden auf diese Weise darauf vorbereitet, aus dem Kontext der künstlerischen Praxis heraus Bilder, Texte, Praktiken und Prozesse heutiger Gesellschaften zu lesen und aktiv mitzugestalten. Sie lernen diese in Hinblick auf Migration, Klimawandel, Ökosysteme, Arbeitsmärkte, Digitalisierung und verändernde Subjektbildungen zu analysieren und in ihnen bewusst mitzuwirken.
* Der Begriff Differenzerfahrung beschreibt die Erfahrung, wenn ich merke, dass die eigene Sichtweise, das eigene Wissen, Handeln oder die eigene Identität nicht die einzige Möglichkeit ist. Ich erlebe also einen Unterschied zwischen dem, was ich kannte, und etwas Neuem oder Andersartigem.
Das Lehrangebot umfasst unterschiedliche Seminare und künstlerische Positionen, die das Feld der Kunst, der Kunstpädagogik, der künstlerischen Forschung und der digitalen/visuellen Kulturen als kritisches Denken und Handeln sowie als experimentelle Praxis verstehen. Das KKP Team besteht aus ca. 20 Künstler*innen unter der Leitung von Univ. Prof. Sofia Bempeza und Univ. Prof. Annette Krauss. Lehrende und Studierende entwickeln ihre eigene Praxis mit Fokus auf künstlerisch-edukativen, performativen, forschenden Herangehensweisen, die zu einem kritischen und engagierten Umgang unter anderem mit Wissens- und Bildproduktion befähigen. Wir gestalten die Lehre von Kunst und kommunikativer Praxis als unvollständigen Prozess, in dem performativ, affektiv und kollaborativ Wissen und künstlerische Praktiken erprobt werden. Dabei geht es nicht nur um das Ent-üben von (unseren) Denk-, Handlungs- und Wahrnehmungsmustern in sozialen, ökonomischen, und geopolitischen Kontexten, sondern auch um das Mit-Gestalten von sorgetragenden gesellschaftlichen Prozessen. Daran arbeiten wir künstlerisch, situiert und polyphon weiter.
⋇ ⦕ Polyphonie ⋒ ⩈ Situiertheit ⌔ ⍦ ⌔ Affekt ⨴ ⊱ Ökologie ⨳ ⋯ Kollektivität ⚕︎ ⍜ Metaskills
Wir bauen auf praktisches und situiertes Wissen im Bereich der künstlerischen und edukativen Ausbildung und die Kontinuität des Studienbereichs in Bezug auf transdisziplinäres Arbeiten. Die Absolvent*innen der Abteilung sind als Lehrende, Künstler*innen, Kulturproduzent*innen und (Kunst)Vermittler*innen in formellen und informellen Bildungsbereichen tätig: als Kunstpädagog*innen an weiterführenden Schulen (Sekundarstufe) und im tertiären Bildungsbereich, in der Kunst- und Kulturvermittlung, zum Beispiel in Kunst- und Kulturräume, Museen, Galerien.
Sie entwickeln neue Arbeitspraxen an den Schnittstellen von Kunst und Kultur, Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft. Durch zusätzliche Gastsemester an internationalen Universitäten und Beteiligung der Studierenden an inter- und transdisziplinären bzw. transkulturellen Projekten der Abteilung, erschließt sich ihnen ein weiter, diverser Erfahrungs- und Handlungsraum aus vielen Perspektiven.
Die Abteilung Kunst und kommunikative Praxis ist Teil des Instituts für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung
