Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes
by Greta-Marie Becker (present for conversation after screening)
hosted by Jo Schmeiser
20. April 2026, 11:00 – 14:30
Universität für angewandte Kunst Wien
Vordere Zollamtsstraße 7
1030 Wien
Auditorium
Dokumentarfilm
Deutschland/Senegal/Frankreich
89 min / 2025
Französisch, Englisch, Wolof, Fon
Seit über fünf Jahrzehnten prägt Germaine Acogny die internationale
Tanzwelt. In Benin geboren, im Senegal aufgewachsen und in Paris
ausgebildet, entwickelte sie mit der „Acogny-Technique“ die
einflussreichste afrikanische Tanzmethode. Inspiriert von den
kraftvollen Rhythmen der westafrikanischen Musik hat sie als
Choreographin Tanzgeschichte geschrieben. Gemeinsam mit ihrem Ehemann
Helmut Vogt gründete Germaine Acogny Mitte der 1990er-Jahre in Senegal
die École des Sables, die sich zu einem der bedeutendsten Zentren für
zeitgenössischen Tanz entfaltet hat. Durch die Zusammenarbeit mit
Institutionen wie der Pina Bausch Foundation, dem Sadler’s Wells Theatre
London oder der Amsterdamer Universität der Künste, erkunden junge
Tänzer:innen aus Afrika, Europa und Amerika neue Formen der Tanzkunst.
Der Film begleitet Germaine Acogny auf die Bühnen, die sie mit über 80
Jahren noch immer leidenschaftlich und energievoll bespielt. Er zeigt
sie auf Reisen in ihr Heimatland Benin, nach Venedig, wo sie mit dem
Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt wird und nach Paris, wo ihr der
Grand Prix de l’Académie des Beaux Art verliehen wird. Ihre bewegte
Gegenwart und lebendige Vergangenheit werden durch dokumentarische
Szenen, sorgfältig ausgewähltes Archivmaterial sowie eigens für den Film
inszenierte Tanzszenen vereint. „Germaine Acogny – Die Essenz des
Tanzes“ portraitiert eine der bedeutendsten Künstlerinnen des
afrikanischen Kontinents.
Germaine Acogny gilt nicht nur als „Mother of African Contemporary Dance“, sondern auch als eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und im Dialog mit europäischen Tanzformen, entwickelte sie die „Acogny-Technik“. Mehr als 50 Jahre auf internationalen Bühnen sowie das Unterrichten junger Tänzer:innen im Senegal und weltweit haben die über 80-jährige Künstlerin zur Tanzikone eines ganzen Kontinents gemacht. Mit ihrem Ehemann Helmut Vogt gründete Germaine Acogny Mitte der 1990er-Jahre in Senegal die „École des Sables“, die sich zu einem der bedeutendsten Zentren für zeitgenössischen Tanz entfaltet hat. 2021 wurde die außergewöhnliche Tänzerin, Choreografin und Mentorin mit dem Goldenen Löwen der Tanzbiennale für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Greta-Marie Becker wuchs in Deutschland und Ecuador auf. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Internationalen Entwicklung und Gender Studies an der Universität Wien. Ihre Master- arbeit erhielt den Herta Pammer-Preis. Während des Regiestudiums für Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln realisierte Greta-Marie Becker mehrere Kurzfilme. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm „The Whisper of the Marimba“ (79 min) feierte seine Premiere bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2020 und wurde weltweit auf über 40 Festivals gezeigt. Für die deutsch-französisch- senegalesische Ko-Produktion „Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes“ (89 Min.) wurde die Regisseurin beim Millennium Film Festival in Brüssel mit dem Young Vision Award ausgezeichnet.
Autorin und Regisseurin – Greta-Marie Becker
Eine Produktion von – CALA Film Berlin, Produzentin: Martina Haubrich
in Koproduktion mit Les Films d’Ici, Paris, Produzentin: Charlotte Uzu und Goree Island Cinema, Dakar, Produzent: Yanis Gaye
Kamera – Sophie Maintigneux
Schnitt und Dramaturgie – Katja Dringenberg
Musik Komponist – Fabrice Bouillon La Forest
Entwicklung gefördert durch – Film- und Medienstiftung NRW
Produktion gefördert durch – BKM, Film- und Medienstiftung NRW, Mini-Traité der FFA und CNC, Kuratorium Junger Deutscher Film, DFFF
Eine Koproduktion mit – BR in Zusammenarbeit mit ARTE
http://farbfilm-verleih.de/filme/germaine-acogny-die-essenz-des-tanzes/?context=cinema
